deutschland deutschland, Opinion | August 4, 2017

Mensch oder Maschine – wie findet und überzeugt man neue Mitarbeiter? Media iQ zum Thema Personalkultur in absatzwirtschaft

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Ciro Scognamiglio
General Manager, MEDIA iQ Germany

Erleichtern die neuen Möglichkeiten tatsächlich so viel wie sie versprechen?

Neben der generellen Wichtigkeit von Personalentscheidungen werden diese zunehmend komplexer und besonders auf Seiten der Personalabteilungen  bleibt Automation erwünscht.

Wie wirkt sich ein Auswahlprozess mit weniger menschlicher Interaktion auf die Auswahl der passenden Kandidaten und der entstehenden Teamdynamik zwischen Mitarbeitern aus? Können Entscheidungen tatsächlich automatisiert werden und wird man sich auf die von Software getroffenen Entscheidungen verlassen können?

Ciro Scognamiglio ist nicht überzeugt. Der 38-Jährige leitet die deutsche Niederlassung der britischen Programmatic Advertising-Firma Media IQ Digital. „Das mag paradox wirken: Automation ist unser Job, aber wenn es um Menschen geht, finden wir sie nicht effektiv genug.“

„Kunden und Mitarbeiter mögen es hier“, sagt Scognamiglio. Er spricht Englisch, aber das macht hier nichts, im Gegenteil. Es passt zur Startup-Mentalität: Unsere gemeinsame Sprache sind Ideen. „Es ist eine Community, wir können uns hier austauschen, es gibt Events wie den Startup-Slam oder den Happy Friday mit Drinks und Essen ab 16 Uhr.“

Das alles muss ein Bewerber sehen und fühlen können, wie soll das gehen, wenn ein Computer ihn interviewt? „Unsere Kultur ist uns so wichtig, dass wir es uns nicht leisten können, Personalentscheidungen ‚outzusourcen’ – weder an Roboter noch an andere.“

Auch Media IQ analysiert die Persönlichkeit seiner Bewerber genau. Scognamiglio trägt dabei während und nach eines Gesprächs Eindrücke in ein Sieben-Werte-System ein: Innovation, Leidenschaft, Community, Determination, Adaptionsfähigkeit, Ambition und Persönlichkeit. Bei Tobias* beispielsweise, einem Kandidaten der letzten Bewerbungsrunde steht bei „Adaptionsfähigkeit“: „Zog nach England, bevor er die Sprache konnte“. Das hat Scognamiglio beeindruckt. Wie sollte eine Maschine das erkennen?

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